16.Tag: 22.5.2013 - Arequipa

Ich habe den vormittag für einen kleinen Stadtrundgang in Arequipa und etliche Museumsbesuche genutzt.

Als erstes habe ich das Museum "Andean Sanctuaries Museum of the Santa Maria Catholic University" besucht. Ich kam recht früh an. Anscheinend war ich der erste Besucher des Tages. Ich durfte mir einen englischsprachigen Film über die zweite Expedition zu dem Vulkan, auf dem die Eismumie Juanita gefunden wurde, mit deutschsprachigen Untertiteln, anschauen. Danach bekam ich eine persönliche deutschsprachige Führung durch das Museum. Darüber war ich sehr erstaunt. Das Museum selber ist recht dunkel und auch kühl. Ich musste mir meine Jacke überziehen und die Führerin war auch sehr dick eingemummelt. Man durfte nicht fotografieren. Allerdings hätte man wahrscheinlich aufgrund der Dunkelheit sowieso keine guten Bilder bekommen. Ich sah Grabbeigaben, die den Menschenopfern, die man auf den Bergen gefunden hatte, mitgegeben wurde. Und zum Schluss sah ich sogar Juanita in ihrem Eisgefängnis. Nicht immer wird dort Juanita ausgestellt. Wenn sie gerade wieder untersucht wird, wird manchmal auch ein Junge, den man auch gefunden hat, ausgestellt. Der Film und die Führung haben insgesamt ca. 1 Stunde gedauert.

Danach habe ich mir kurz den Hauptplatz von Arequipa angeschaut, den Plaza de Armas mit der Kathedrale auf der einen Seite. Von dort bin ich weiter zum nächsten Museum: dem "Archaelogical Museum of the San Agustin University". Leider war das aus mir unbekannten Gründen geschlossen. Also ging ich weiter zum Museum Nummer 3: dem "Archaeological Museum of the Santa Maria Catholic University". Mir wurden sofort die Türen geöffnet, als ich ankam. Eintritt musste ich nicht bezahlen. Das Museum war jetzt nicht sooo toll, aber durchaus ok. Die Erklärungen waren alle in spanisch. Es gab Keramik zu sehen, die aber grossenteils nicht allzu gut erhalten waren. Dann konnte man noch ein paar Mumien sehen. Ich weiss aber nicht, ob die wirklich fachgerecht gelagert wurden. Vielleicht waren es ja auch Repliken. Ich gab dem Museum eine kleine Spende und bekam noch einen schönen Stadtplan von Arequipa.

Danach machte ich es mir auf den Stufen vor der Kathedrale gemütlich und las ein bisschen. Ab und zu kamen ein paar fliegende Händler und alte peruanische Omis vorbei, die mir unbedingt was verkaufen wollten (kleine selbstgestrickte Lamas; ein Porträt von mir; Limonade, deren Herstellung ich mit eigenen Augen gesehen habe und glaube, das mein Magen das nicht ausgehalten hätte und viel mehr Kuriositäten).


Plaza de Armas


Kartoffeln


Misti, der Vulkan

Danach ging ich langsam zum Treffpunkt, den ich mit dem Reiseleiter ausgemacht hatte, damit wir alle gemeinsam Essen gehen können.

Wir sind in ein Lokal gegangen, dass schon ca. 80 - 100 Jahre existiert und Spezialitäten aus Arequipa serviert. Wir bekamen einen Riesenteller für jeweils 2 Personen mit den verschiedensten Köstlichkeiten drauf: Rindfleisch, Schweinefleisch, gefüllte, scharfe Paprika, Kartoffeln, Reis und noch etliches anderes. Damit ich alles probieren konnte, habe ich mir recht wenig raufgemacht, den grössten Teil bekam mein Gegenüber. Dazu gab es Maisbier. Obwohl ich sonst keinen (also wirklich überhaupt keinen) Alkohol trinke, hat mir das Maisbier so gut geschmeckt, dass ich mir sogar nachgeschenkt habe. Auch das Essen war einfach toll.

Danach hat uns eine lokale Führerin etwas von Arequipa gezeigt. Wir sind durch einen Markt gelaufen und haben die verschiedenen exotischen Früchte uns angeschaut. Dann sind wir zur Kathedrale und dort auch auf den Turm geklettert. Sehr gut fand ich, dass sie die einzelnen Ausstellungstücke im Museum der Kathedrale immer nur kurz erklärt hat. Danach sind wir zum Santa Catalina Kloster und haben das ausführlichst besichtigt. Das hat mir etwas zu lange gedauert. Eine kleinere Tour hätte es auch getan.


Santa Catalina Kloster


Santa Catalina Kloster

Schlussendlich waren wir mit dieser kleinen Stadtbesichtigung doch eine Stunde länger beschäftigt als geplant und es wurde schon langsam dunkel. Leider lag unser Hotel etwas ausserhalb von Arequipa und obwohl man hinlaufen konnte (ca. 25 Minuten Weg), war das nach dem Dunkelwerden zu gefährlich. Auch ein anständiges Taxi zu finden, ist für Ungeübte nicht einfach. Obwohl etliche von uns noch gerne etwas mehr von Arequipa gesehen hätten, sind wir dann alle schon relativ früh mit Taxis, die unser Reiseleiter organisiert, zum Hotel gefahren, weil sich niemand zugetraut hat, alleine ein Taxi zu organisieren, um später ins Hotel zurückzukehren. So waren wir leider schon ziemlich früh wieder zurück.

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